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StartBlogFallstudie: Das Wunderlämpchen – ein Markenauftritt von der Karte bis zur Wand
Fallstudie

Fallstudie: Das Wunderlämpchen – ein Markenauftritt von der Karte bis zur Wand

Logo, Speisekarten, Trifold, Kundenstopper, digitale Menütafeln und Website – wie aus einem Namen ein durchgehender Auftritt für ein Lokal in Trier wurde.

18. August 20263 Min. Lesezeitvon Modesign

Manche Namen liefern die Gestaltung gleich mit. „Das Wunderlämpchen" ist so einer: Wer ihn hört, denkt an eine Öllampe, an Tausendundeine Nacht, an etwas, das man reibt und sich etwas wünscht.

Die Aufgabe bestand also weniger darin, ein Bild zu erfinden – sondern eines zu bauen, das auf einem Logo genauso funktioniert wie auf einer beleuchteten Menütafel an der Wand.

Das Zeichen

Im Zentrum steht eine stilisierte Wunderlampe mit einer aufsteigenden Rauchschwade, die in den Schriftzug übergeht. Der Wortmarken-Schriftzug ist zweizeilig gesetzt: „DAS WUNDER" oben, „LÄMPCHEN" unten, verbunden durch die Lampe.

Zwei Entscheidungen waren dabei praktischer Natur:

Logo Das Wunderlämpchen auf hellem Untergrund

Die Speisekarte

Die Karten sind zweiseitig angelegt und arbeiten mit echten Speisenfotos statt mit Symbolbildern. Die Kategorien sind farblich abgesetzt, sodass das Auge beim Aufschlagen sofort eine Ordnung findet.

Wichtig war die Lesbarkeit im Abendlicht: Die Karten werden nicht am Schreibtisch gelesen, sondern bei gedämpfter Beleuchtung. Deshalb sind die Beschreibungen größer gesetzt, als es am Bildschirm nötig scheint.

Speisekarten für Das Wunderlämpchen

Der Trifold

Für Mitnahme und Auslage entstand zusätzlich ein dreifach gefalteter Flyer im Nachtblau: Ornamentrahmen, Wüstenmotiv, die Lampe als wiederkehrendes Element. Der Trifold ist bewusst dunkler gehalten als die Tischkarte – er wird bei Tageslicht in die Hand genommen, nicht am Tisch gelesen.

Trifold für Das Wunderlämpchen

Der Kundenstopper

Vor der Tür steht der Auftritt oder fällt. Der Kundenstopper übernimmt das Farbschema der Karte, reduziert aber auf das Wesentliche: wenige Positionen, große Schrift, aus drei Metern Entfernung lesbar.

Das ist der Punkt, an dem viele Gestaltungen scheitern – die Karte wird einfach vergrößert. Ein Aufsteller braucht eine eigene, deutlich kürzere Fassung.

Kundenstopper vor dem Lokal

Die digitalen Menütafeln

Hinter dem Tresen laufen vier hochformatige Tafeln. Jede Kategorie hat eine eigene Signalfarbe – Gelb, Rot, Grün, Blau –, damit Gäste in der Schlange schnell zur richtigen Tafel schauen.

Digitale Tafeln haben einen praktischen Vorteil, der oft unterschätzt wird: Preisänderungen kosten keinen Neudruck. Wer saisonal arbeitet oder Aktionen fährt, spart sich damit den ewigen Kompromiss zwischen aktueller Karte und Druckkosten.

Die Website

Zum Schluss der Auftritt im Netz – responsiv aufgebaut, also von Desktop bis Smartphone durchgestaltet. Bei Gastronomie kommt der weit überwiegende Teil der Besucher vom Handy, meist mit einer von drei Absichten: Karte ansehen, Öffnungszeiten prüfen, anrufen.

Genau diese drei Dinge stehen deshalb oben.

Responsive Website für Das Wunderlämpchen

Was den Auftritt zusammenhält

Sechs Medien, ein Bild: Logo, Tischkarte, Trifold, Aufsteller, Tafeln, Website. Der Zusammenhalt entsteht nicht dadurch, dass überall dasselbe steht – sondern durch drei Konstanten:

KonstanteWirkung
Lampe als Motivwird auch dann erkannt, wenn der Name nicht lesbar ist
Türkis + Goldmacht den Betrieb im Straßenbild unterscheidbar
Gleiche Schriftfamilieverbindet Print und Bildschirm ohne bewusste Wahrnehmung

Ein Auftritt wirkt dann geschlossen, wenn ein Gast, der nur den Aufsteller gesehen hat, die Website später wiedererkennt – ohne sagen zu können, woran es lag.

Fazit

Das Wunderlämpchen ist ein gutes Beispiel dafür, dass Corporate Design für ein Lokal selten mit dem Logo endet. Der Aufwand liegt in den Anwendungen – und darin, dass jede davon ihre eigenen Regeln hat: Der Aufsteller braucht Abstand, die Karte braucht Licht, die Tafel braucht Tempo, die Website braucht den Daumen.

Wer das von Anfang an mitdenkt, muss später nichts nachbauen.

Passend dazu: Speisekarten Design in Trier

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